
Das Steißbeinteratom ist die häufigste Manifestation von Keimzelltumoren des Kleinkindesalters. Es bezeichnet einen Fehlbildungstumor im Bereich des fetalen Pos, welches bis in das Becken des Ungeborenen vorwachsen kann.
Auswirkungen
In über 90% der Fälle sind sie gutartig, neigen jedoch dazu, bösartig zu werden. Sie bilden sich am unteren Ende der Wirbelsäule und können bis zur Geburt bereits kindskopfgroß sein. Eine Untergruppe dieser Tumoren wird so stark durchblutet, dass hierdurch ein schweres fetales Herzversagen bis hin zum Versterben des Ungeborenen auftreten kann.
Vorgeburtlich kann mittels fetaler Chirurgie zwischen der 20. bis zur 32. Schwangerschaftswoche eine Verminderung der Tumordurchblutung und eine Verbesserung der Kreislaufsituation erreicht werden. Sofern keine vorgeburtliche Behandlung erfolgte, wird es unmittelbar nach der Geburt operativ entfernt.
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