
Bei der Mehrzahl eineiiger Zwillingsschwangerschaften werden beide Feten von nur einem Mutterkuchen versorgt. In ungefähr 15% der Fälle ist über abnorme Gefäßverbindungen auf dem Mutterkuchen eine Blutverschiebung von einem der Feten (Donor) zum anderen Feten (Rezipient) möglich (Feto-Fetale Transfusion). Hierdurch kommt es in schweren Fällen zu ausgeprägten Wachstumsproblemen des Donor-Feten und zu Kreislaufproblemen des Rezipient-Feten, so dass für beide ein hohes Risiko besteht, schon vor der Geburt versterben. Durch die gleichzeitig ausgeprägte Mehrproduktion von Fruchtwasser durch den Rezipientfeten leidet die Mutter nicht nur an ihrem schmerzhaft gespanntem Bauch, Rückenschmerzen und Atemnot, sondern bestehen auch die zusätzlichen Gefahren eines vorzeitigen Blasensprungs und einer Frühgeburt.
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