Was ist Maltodextrin?
Maltodextrin ist
kein Medikament im eigentlichen, sondern ein wasserlösliches Kohlenhydrat, welches enzymatisch aus Stärke (Poly-a-glucose) hergestellt wird.
Maltodextrin ist ein Gemisch aus Monomeren, Oligomeren und Polymeren der Glucose (Traubenzucker). Es ist kaum süß, sondern praktisch geschmacksneutral. Da
Maltodextrin gerade noch wasserlöslich ist, wird es oft zum anreichern der Nahrung eingesetzt, z.B. wenn das Kind nicht genug zunimmt, oder man auf Folgemilch verzichtet, das Kind aber \"Bedarf anmeldet\"! (Natürlich sollte man hier immer schauen ob es sich nicht auch einfach um einen Wachstumsschub handelt) Hier kann mithilfe von
Maltodextrin ein Ausgleich geschaffen werden.
Die Einnahme ist unbedenklich, nur Diabetiker sollte man nicht sein.
Es wird rasch und vollständig zu Glucose abgebaut und als solche resorbiert. Auch in höheren Konzentrationen ist
Maltodextrin gut verträglich.
Maltodextrin ist ein Pulver, das in vielen Speisen und Getränke eingesetzt werden kann. Es löst sich leicht auf und kann daher z.B. in den Brei/die Flasche etc. eingerührt werden.
Ein Vorteil von
Maltodextrin ist, dass es viel Energie in konzentrierter Form bereitstellt. Dadurch hilft es, schnell an Gewicht zuzunehmen. Es gibt zwei unterschiedliche Sorten. Einmal
Maltodextrin 19 (100 g enthalten 390 kcal) und
Maltodextrin 6 (100 g enthalten 388 kcal). Der Vorteil von
Maltodextrin 6 gegenüber
Maltodextrin 19 liegt darin, dass bei gleich guter Verträglichkeit die doppelte Menge zugesetzt werden kann, ohne dass es den Geschmack oder die Konsistenz der Speisen und Getränke beeinflusst.
Maltodextrin vs. Folgenahrung (2er, 3er)
(siehe auch
"Gegenüberstellung" PRE und Folgemilch )
Auch in Folgenahrung ist
Maltodextrin enthalten. Verlockend ist es da, "einfach" eine Folgenahrung zu nehmen, statt die PRE mit
Maltodextrin anzureichern. Vergessen sollte man hierbei nicht das ausser dem Matlodextrin noch einiges mehr an Kohlehydraten und Stärke drin ist, welches wiederum ein "zuviel" zur Folge haben könnte!
Die möglichen Folgen findet ihr unter dem Link.
Für den Kohlenhydratanteil sind außer Laktose auch Zusätze verschiedener anderer Kohlenhydrate, wie Stärke, Industriezucker zugelassen.
Trotz der bekannten Risiken für Patienten mit hereditärer Fruktoseintoleranz sind auch Zusätze von Saccharose und in Folgenahrungen außerdem Fruktose und Honig möglich.
(Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.)
Informationen bzgl. Honig:
Kein Honig für Babys
Honig kann als Naturprodukt Sporen des Bakteriums Clostridium botulinum aufweisen. Diese Sporen können in einer Umgebung ohne Sauerstoff (anaerob) Gifte entwickeln, die bei Babys den gefährlichen Säuglings-botulismus auslösen.
Quelle und vollständiger Text